Hat Yai

Inzwischen bin ich im Land des Lächelns, im Land der Nudelschrift, angekommen. Hier bin ich „Analphabet“ oder „Legastheniker“, wie auch immer :)

Ich kann nichts lesen, ich versteh die Sprache nicht, das einzige (und das sollte immer das erste sein, was man sagen kann, in einem fremden Land) ist „khoop khun kha“ und das heißt „danke“. Ich weiss nicht, ob ich jemals Thai lernen kann, allein die Schrift ist schon so kompliziert, und normalerweise lerne ich eine Sprache übers lesen. Wir werden sehen. Hat Yai ist kein Touristen-Ziel, eher eine ziemlich häßliche, große Stadt, hier spricht auch kaum jemand englisch, es ist also ziemlich lustig, mit Händen und Füssen zu versuchen, sich verständlich zu machen. Aber ich geniesse es gerade ein bisschen, in einem für meine Begriffe luxuriösem Hotelzimmer zu wohnen, ab und zu brauch ich das auch. Aircon, warme Dusche, Kühlschrank, das Zimmer doppelt so groß wie meine Hütte auf Tioman (wenns reicht :)),  keine Millionen von Insekten, die man ständig abwehren muss, alle shops gleich um die Ecke…  Obst und Joghurt und Salat und Wurst und Käse und all diese Sachen, nach denen man so darbt, auf Tioman.

Aber: 150.000 Einwohner, grob übern Daumen, und keine Bäckerei :) nur am Samstag gibts bei der „Pseudo-Bäckerei“ im Tops Supermarket Baguette, da freu ich mich drauf. Ich hab heute einen Flug nach Chiang Mai gebucht, für Montag früh, also kann ich hier noch ein bißchen bequem rumlümmeln. Es ist natürlich äußerst fragwürdig, dass man die Klimaanlage laufen läßt, nur dass man sich nachts mal in eine federleichte Daunendecke kuscheln, oder eben ne warme Dusche nehmen kann, aber das fühlt sich verdammt gut an :)

Und wie immer konnte ich nicht widerstehen: hier gibt es die besten Cashew-Nuts auf der Welt. Nicht billig, aber 1A Qualität. Kein Vergleich mit dem Zeug, dass man bei Aldi oder Lidl bekommt. Wenn man weiss, wie die „produziert“ werden, versteht man aber auch den Preis.

Botanisch ist das immergrüne Gewächs mit dem Mangobaum eng verwandt. Seine Früchte sind einzigartig, denn es liefert gleich zwei davon: einmal die bunten Cashew-Äpfel, aus denen die Brasilianer Saft und Konfitüre kochen, und dann die Cashewkerne, die in ihrer harten Schale wie ein Anhängsel daran baumeln. Genauer betrachtet, sind die Cashew-Äpfel allerdings die Verdickungen des Fruchtstiels und damit sogenannte Scheinfrüchte; die eigentliche Frucht ist die Cashewnuss mit den darin versteckten nierenförmigen Samen, den Cashewkernen. Um an die begehrten Kerne heranzukommen, ist viel Aufwand nötig: Damit sich die sehr harte Schale besser knacken lässt – was meistens per Hand erledigt wird – müssen Cashewnüsse zunächst geröstet werden. Nach dem Knacken erhitzt man die Kerne noch einmal, um die braune Samenhaut zu entfernen.

Alles Handarbeit, also verständlich, dass die super Qualität, die es hier gibt, auch ihren Preis hat.

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