Hat Yai ist doch nicht so uninteressant …

Ich habe diese Stadt ja bisher gehasst, scheinbar musste ich ihr wirklich eine 4. Chance geben! Zudem war ich letztesmal auch ziemlich krank, kaum dass ich hier angekommen war.

Die Busfahrt (35 RM) und der Grenzübergang waren völlig problemlos, der Busfahrer kümmert sich um die Pässe seiner Insassen und die weissen Immigration-Cards werden schon vorbereitet und bedruckt, so geht das viel schneller. Ich kannte das ja noch vom letzten Jahr und bin schnell zum Money Changer marschiert, um meine letzten 50 Singapore Dollars loszuwerden, bisschen Geld schon mal in der Tasche für den ersten Abend. Der tauscht den reellen Kurs, wie auf OANDA angegeben.

Zigaretten gekauft, immer noch der enorme Preisunterschied im Vergleich zu Tioman, das ja auch Duty Free Status hat, aber da scheint es Unterschiede zu geben, nämlich hier 42 RM für die Stange und dort 64! Ich bin gespannt, was sie dann auf Langkawi kosten.

Ich hatte mir überlegt ob ich mal das Tune-Hotel ausprobiere, war aber nicht mein Fall.  Eiskalte Atmosphäre, auch im Sinne des Wortes. Die Rezeption war ein Kühlschrank und die Preise waren nicht grad so billig wie erwartet, zudem komplettes Rauchverbot, man hätte auf die Strasse raus gehen müssen.
Was mich auch gestört hat war, dass man das Foyer nur über Treppenstufen erreichen konnte, also keine Schräge zum Koffer rollen, und sich auch kein Mensch bequehmt hat, einem mit dem Gepäck zu helfen, das geht nun mal garnicht. Tune also eher etwas für die jung-dynamischen jettsetter, nix für alte traveller ladies ;)

Also doch wieder das irgendwie schöne aber auch etwas sonderbare Garden Home Hotel. Ist wesentlich billiger und hat alle Raffinessen inklusive, die man bei den Tunes extra bezahlen muss. Ich hab ein schönes großes Zimmer mit Aircon, Kühlschrank, nutzlosem Fernseher, Bad mit heisser Dusche, Handtücher, Schampoo, Seife, kuschelige Daunendecke, Frühstück inklusive, WIFI inklusive und einen kleinen Balkon auf dem ich rauchen kann.

Das sind für mich die beiden Hauptkriterien für ein Hotel in der Stadt: Internet und die Möglichkeit mal ab und zu eine zu rauchen ohne gleich das Haus verlassen zu müssen, also Balkon oder backyard wie in Penang.

Ich hab ja eh ein faible für diese alten großen Kasten, nur wenn es zu alt ist gibts kein Internet. Das etwas merkwürdige an diesem ist, dass hier in dem doch sehr großen Hotel keiner kaum ein Wort englisch versteht. Frühstück gestaltet sich dann auch eher lustig, man kann nicht ansagen, ob man lieber Rührei statt Spiegelei will, es gibt ein Büffet, an dem man Kaffee, Tee, Kakao, Zucker, Milchpulver, Toast, Marmelade, Saft zur Selbstbedienung hat, der Rest wird gebracht. Offenbar automatisch nach Hautfarbe entschieden ;-)

Irgendwie haben sie es nicht so ganz drauf, ich vermute die braten erst das Spiegelei und die Würstchen, danach bringen sie die Salatdeko auf dem Teller an, was zur Folge hat, dass Ei und Würstchen maximal lauwarm serviert werden, aber ich bin da ja nicht so genäschig. Die Butter vom Büffet war eindeutig ranzig, aber was solls, das ist alles nicht so irrsinnig wichtig. Ich hab mich jedenfalls bis zur Erschöpfung an Orangen- und Mangosaft bedient, hatte sowas lange nicht mehr.

Dann hab ich mich mal wieder aus meinem Kleid raus und in meine Strassenbekleidung reingeworfen. Hier laufe ich nicht mit Täschchen und Kamera rum, Geldbeutel ist in der Hosentasche und sonst hab ich nix dabei. Die Stadt ist zwar die 4. (?) größte Thailands, aber das City-Center ist doch einigermassen überschaubar, ich verlaufe mich kaum und kenne sogar schon ein paar Abkürzungen. Und der Verkehr ist im Vergleich zu Penang harmlos. Diese Stadt ist recht „jung“ also haben sie gleich mal breite, autogerechte Strassen angelegt und es ist nicht lebensgefährlich, die Strasse zu überqueren. In Penang ist es das inzwischen, so sehr ich es liebe, aber der Verkehr jagt mir regelmäßig Angst ein.

Erst mal einen Geldautomaten gesucht und auch gefunden, aber ich hatte irgendwie totale Probleme damit… es war leider nicht alles auf englisch übersetzt und an einem gewissen Punkt kam ich nicht weiter und die Karte wurde wieder ausgeworfen. Schwitz! Ich hatte ja ernsthafte Bedenken, wenn das noch paar mal passiert zieht er die womöglich ein. In meiner Verzweiflung habe ich ein paar Verkäuferinnen um Hilfe gebeten, und die haben die richtigen Knöpfe gedrückt.  kopkhunkha!

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