Islandhopping, oder: Wie kommt man von Penang nach Tioman?

Ich habe es schon einmal beschrieben, aber das war in dem anderen Blog, und ist lange her. Also für alle, die sich zu mir hierher durch gegoogelt haben, weil sie Informationen zu dem Thema suchen, ein kleiner Tourguide.

Ich bin heute nachmittag mit der Ferry aufs Festland nach Butterworth gefahren, denn der Nachtbus nach Mersing geht vom dortigen Busbahnhof ab. Die Fahrt von der Insel aufs Festland dauert ca. 10 Minuten, ist umsonst, umgekehrte Richtung kostet 1,20 RM, die man in Münzgeld haben sollte, da man das Geld einwerfen muss, damit ein Drehkreuz aufgeht. Es gibt aber im Notfall auch einen Kiosk, der (kleine!) Scheine wechselt. Das ist schon mal kein Problem.

Der Busbahnhof liegt direkt neben der Anlegestelle. Dort gibt es einen Schalter der Cepat Busgesellschaft (cepat heisst schnell, flink, was etwas hochgestapelt ist) und es ist ratsam, sich das Ticket einen Tag vorher zu holen, wenn man einen bestimmten Platz haben will. Wobei das natürlich auch auf die Saison ankommt, zur Zeit ist ja nichts besonderes los. Weihnachten hatte ich da extrem Pech gehabt, mit dem Sitz auf der Rückbank, die bereits gestopft voll war. Fensterplatz ist bei den großen Bussen auf der linken Seite oft auch ein Einzelplatz, aber man kann leider nie genau sagen, welcher Bus es sein wird. Das Ticket kostet 64 RM und das ist für die Strecke von gut 700 km wirklich nicht teuer.

Der Bus fährt um 23:00 Uhr los, sehr pünklich normalerweise, und man sollte von Penang aus spätestens um 21 Uhr die Fähre nehmen, denn die fährt danach nur noch im halbstündlichen Takt und das ist riskant, wenn mal was nicht funktioniert. Also gut 2 Std am Busbahnhof absitzen, es gibt dort aber Fresstände, und Leute gucken ist ja auch immer interessant.

Hier ein Foto vom letzten mal. Oder auch nicht, finde ich jetzt einfach nicht. Dann gehts los, und dauert bis zu 11 Stunden, schlafen ist ratsam, wenn man kann. Und warm anziehen, bzw. mehrere Lagen, diese Busse können die reinsten Kühlschränke sein! Halstuch oder Sarong ist gut. Wenn alles nicht hilft, hier der Vorhang Trick: Vorhang vom Fenster unterhalb des Lüfterventils durchziehen und im Gepäckfach festklemmen. Die Einheimischen machen das dann gleich nach,wenn sie es sehen.

Endlich in Mersing angekommen, ca.10 Uhr am nächsten morgen, kann man entweder zur Ferry laufen, ca. 1 km, oder sich ein Taxi gönnen, um die 10 RM. Meistens wird man auch gleich von einem Ticketverkäufer angesprungen, sofern das Ticket 35 RM kostet ist das in Ordnung. Oder eben erst direkt am Hafen kaufen. One Way! Es gibt definitiv One Way Tickets, auch wenn sie das leugnen, man kann sagen, man will ausfliegen, dann geht es plötzlich. Ich mache das so, damit ich es nicht eventuell verliere bei meinen Langzeitaufenthalten.

Bei der Ferrystation erst mal checken, wann das nächste Boot geht. Die Prozedur dort ist etwas ungewöhnlich, ich weiss nicht, warum das immer so kompliziert sein muss, wahrscheinlich um möglichst viele Leute zu beschäftigen. Erst musste ich an einem Schalter meine Quittung in ein anderes Ticket umtauschen, dann musste ich mich in eine Liste eintragen, wie beim Hotel-Check-in, mit Passnummer, Adresse und allem Quark. Wenn das Schiff absäuft wissen sie dann, wer drauf war, so ungefähr. Dann bekam ich zum Ticket noch eine Art Boarding Card, und dann musste ich noch die „Kurtaxe“ bezahlen. 5 RM, für das betreten des Naturschutzgebietes (Marine Park). Ich habs versucht wie früher immer, irgendwie drum rum zu kommen, aber – no chance. Wenn man allerdings die 8:00 Fähre erwischt, weil man womöglich in Mersing übernachten musste, dann hat dieser Schalter noch zu.

Falls man nun eine Stunde Zeit hat, kann man zum benachbarten Fresstempel gehen und sich ein Frühstück gönnen, wenn man nicht unterwegs schon eins hatte. Es gibt auch eine schöne, große, saubere, öffentliche Toilette in dem Bau, da kann man sich etwas frisch machen, Eintitt 1,20 oder ähnlich. Klopapier gibt es nicht, muss man kaufen oder dabei haben.

Wir warten auf die Fähre, im Bild die typische moderne Malaiin – schön sind sie nicht, wenn ich das mal so frei sagen darf. Die Kinder ja, aber das verwächst sich dann später…

Für weitere Eindrücke empfehle ich wieder dieses Tioman-Blog, zumindest für die neuen Leser, die es noch nicht kennen.

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