On the Beach

Ich wollte mir eigentlich noch „On the Beach“ von Chris Rea auf den Lap speichern, hab das natürlich auch nicht mehr geschafft.

Gestern abend gab es einen kleinen Sturm und heute morgen war der Strand glatt und wie sauber gefegt. Ich habe bis um 8 Uhr himmlich gut geschlafen und mir dann einen Topf voll Kaffe gemacht. Über Nacht ist die Navy hier aufgekreuzt, sieht echt gefährlich aus. Ob die das U-Boot auch dabei haben? Wohl eher nicht.

Nach dem Kaffe hab ich eine Runde am Strand gedreht, etwas Treibholz aufgesammelt und ein bisschen auf der „Baustelle“ rumgemacht. Da lagen natürlich eine Menge riesige Palmwedel und haufenweise Kokosnüsse rum. Ich hab das Bächlein gesäubert (Fluss kann man das nicht nennen, im Moment, nach der Trockenzeit kommt da nicht sehr viel Wasser aus den Bergen). Sobald der Platz etwas geräumt ist, kann ich anfangen, meine Feuerstelle wieder aufzubauen. Die Leute gucken schon wieder alle, was ich da eigentlich treibe, aber in ein paar Tagen haben sich alle dran gewöhnt, dass ich hier rumfuhrwerke und nicht wie die normalen Touris in der Sonne brutzle.

Ich war ne Runde schwimmen, das Wasser ist bis fast Mittag hoch, dann setzt die Ebbe ein und man kann nicht mehr so einfach rein, weil dann die ganzen Steine und alten Korallenstöcke frei liegen (Fotos kommen noch).

Frühstück auf die simple Art: 2 Spiegeleier und blanker Reis, den ich aber mit Sojasosse etwas aufpeppe. Trotzdem doppelt so teuer als ein Dosai in Penang. Der Reis hält aber auf jeden Fall länger vor als 2 Scheibchen Toastbrot.

Nachdem ich geduscht hatte, hab ich einen Eimer voll Wäsche gewaschen und aufgehängt, es war heute ganz gut sonnig.

Das Buch, das ich von den beiden Mädels, die auch hier wohnen, gleich am ersten Abend geliehen hatte, hab ich gestern ausgelesen. „Hummeldumm“ von Tommy Jaud. Ich hab mich sehr amüsiert, vor allem über die Szenen mit dem Online-Banking… Nun musste natürlich neuer Lesestoff her. Die Mädels sind heute früh rüber auf die andere Seite der Insel und wollen dort übernachten, also  nichts mit dem zweiten Buch. Ich habe dann bei „Mawar“ (der Nachbar mit dem Restaurant) was gefunden, ein Roman über Julius Cäsar, klingt nicht schlecht.

Nachmitag bin ich nochmal schwimmen gegangen, am anderen Ende unserer Bucht, bei Nazri’s Place kann man eigentlich den ganzen Tag über ins Wasser, auch bei Ebbe, aber es ist da nicht so schön wie an meinem „privaten“ Badeplatz. Trotzdem, ich würde am liebsten den ganzen Tag im Wasser bleiben, hoffentlich bin ich bald so braun, dass ich länger in die Sonne kann.

Abends hatte ich schon wieder so einen Hunger, das muss die Seeluft sein, ich habe mich ja körperlich nicht gerade verausgabt. (Wer mich kennt, weiss, dass ich sonst eigentlich nicht so der grosse Esser bin.) Die Gelüste gingen in Richtung irgendwas Knuspriges. Ich bin zu Nazri, weil der so eine wunderbare Terasse über dem Strand hat, die Flut kommt ja ab 7 wieder und da sitzt man dann direkt über dem Wasser. Ich habe mich für Fish & Chips entschieden und war überrascht. Ich hatte mit nem Stückchen „Quadrathai“ oder entsprechend drei Fischstäbchen gerechnet, aber ich bekam drei frisch panierte Fischfilets, richtig leckere Pommes, etwas Salat und Remouladensosse, war danach pappsatt. Sehr schön. Das wird hier auf den fast gänzlichen Bierverzicht rauslaufen, sonst wird es zu teuer. Ich habe hier erst eine einzige Dose Tiger getrunken, am ersten Abend, unglaublich aber wahr!

Heute bin ich ganz allein hier, die anderen sind alle ausgezogen, und die Mädels wie gesagt in Juara. Lustig ist das mit dem Kojek, der lässt es echt gemütlich angehen, wenn die Yee nicht da ist. Das ist seine Frau und der Feldwebel hier ;-) Sie ist aber meistens in Hongkong zum arbeiten und wird wohl erst im November rüberkommen. Solange also geniesst Kojek seine Freiheit. Also in dem Sinn bin ich natürlich nicht allein, denn die halbe Nachbarschaft ist hier versammelt zum Fernsehgucken und Internet-Daddeln.

Das beste war sowieso der erste Morgen: Die Rezeption und das Internet waren geschlossen. Es sind ständig Leute gekommen, haben ratlos geguckt und sind enttäuscht wieder abgezogen. Keiner wusste, wo Jek abgeblieben war. Mittag kurz vor 12 kam er dann aus den Federn gekrochen, ein paar Dosen flogen Richtung Tonne, und er ist abgeschoben zum frühstücken, grinsend ;-)

Ich vermute mal, er hat sich sehr gefreut, dass ich ihm gleich das Geld für 10 Tage im voraus gegeben hatte.  Wenn die Yee hier ist, trinkt er keinen Alkohol.

Heute ist er allerdings auch um 8 aufgestanden, die Kater haben sich dermaßen aufgeführt, dass bestimmt alle wach waren. Es sind doch noch beide da, Jack und Daniel, wobei sich einer wohl in der Nachbarschaft niedergelassen hat, die machen sich ja irgendwann das Revier streitig. Sie haben gerauft, dass die (Pelz-) Fetzen geflogen sind und ein tierisches Geschrei veranstaltet.

So, und nun wirds langsam Zeit fürs Bettchen, halb 10 durch, noch ein bisschen lesen und dann selig entschlummern.

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