This is my Island in the Sun…

Nun ja, so ganz stimmt es nicht, es ist etwas sehr bedeckt, aber ich bin ganz froh darüber, denn ich habe keine Sonnencreme dabei (was zum Teufel hab ich eigentlich NOCH alles vergesssen?) – und nichts desto Trotz, also trotz bewölktem Himmel –  habe ich mir heute gleich mal den linken Arm etwas verbrutzelt, im Schatten versteht sich! Same procedure as every year!  Wenigstens das Aloe Vera Gel ist mitgekommen. Aber fangen wir doch einfach mal von vorne an:
Also die Reise war ziehmlich lang, sprich allein die Busfahrt hat 11 Stunden gedauert, damit hatte ich wahrlich nicht gerechnet! Ich hatte noch den ganzen Tag ausser dem Frühstück extrem wenig gegessen und abends auch nichts mehr getrunken, weil ich befürchtet hatte, dass ich sonst zu oft aufs Klo muss, und der Bus unterwegs nicht hält.
Kurz nach 10 gab’s Verabschiedung im Secret Garden, Jenny hat mich ganz fest gedrückt und war auch so süß gewesen, mir das Zimmer noch fast den ganzen Tag über zu lassen – ohne zu bezahlen, und die zwei Biere vom letzten Abend hat sie mir auch noch ausgegeben, also die sind echt unglaublich nett, die beiden. Der „tasmanische Teufel“ war grad da, hat mich auch umarmt und gemeint, ich wäre ein großartiges Mädchen, er könne es kaum erwarten, bis ich zurück bin – Gelabere, aber man hört das doch gerne!

Matt hat mich dann mit der Klapperkiste zur Ferry gefahren, sich auch ganz lieb verabschiedet, und Dave ist mit rüber gekommen, um mir mit dem scheiss-schweren Koffer zu helfen! Der wahre Gentlemen! Und nebenbei hat er noch gearbeitet mit seinem Handheld oder wie das heisst. Er hat sich am Schalter nochmal nach der Nummer vom Bus erkundigt und solange gewartet, bis der kam, hat meinen Koffer eingeladen und mich zum Abschied auch noch umarmt. Da fällt einem der Abschied schon schwer. Eem hatte sich übrigens verdrückt als es soweit war, weil sie sonst geheult hätte, und in dem Fall ich wahrscheinlich auch ;-)
Ja, und dann gings los, pünktlich um 11! Sehr komfortabler Bus, nicht zu kalt, hier konnte man die Klappen für die Aircon schliessen (!) Doppeldecker, ich hatte einen schönen großen Platz allein für mich, hab meine Hosenbeine ausgepackt aus dem Aktenkoffer bzw. der Tasche für den Rechner, und konnte sie dann nicht an die Hose kriegen, weil ich wegen der Kontaktlinsen nicht genau genug sehen konnte undDunkel war es auch. Ein sehr betagtes indisches Paar sass schräg hinter mir und hat sich dieses Schauspiel kichernd betrachtet. Jaja, diese Putehs (Weisse) sind schon ein komisches Volk. Dann eben Sarong und Socken! Ich hab zu meinen schicken neuen Sandalen schwarze Socken angezogen und mich in meinen Sarong gewickelt und schon war ich nicht mehr zu unterscheiden von den Locals ;-)
Der Bus hat sehr wohl unterwegs gehalten! Das fing schon an, als wir nach 2 Stunden in Ipoh waren. Ich liebe übrigens diesen Anblick, wenn man aus den Bergen kommt, und es geht sehr steil runter, und dann dieses Tal mit der glitzernden Stadt weit unten. Eine gute halbe Stunde Aufenthalt. Dann hab ich etwas geschlafen, um 4 Uhr waren wir in KL und ich verstehe eigentlich nicht, warum man die Twin Towers nicht sehen konnte. Knipsen die um 12 das Licht aus, oder was? Man kann eigentlich nicht quer durch KL fahren, des Nachts, und diesen Stolz von ganz Malaysia nicht sehen…
Nun gut, dann gings weiter bis nach Dingsbums, der Name ist mir grad entfallen, alles Autobahn bisher, aber immer wieder Halt, zum Tanken, zum Pinkeln, was weiss ich. Um ca. 6 Uhr begann es langsam zu dämmern. Um 7 wars hell, dann gabs ne Frühstückspause, um 8 noch eine usw. und ich begann ernsthaft zu befürchten, dass ich das Schiff nicht mehr bekommen würde, wenn das so weiterging. Der letzte Teil der Reise, noch ca. 100 km, dann Landstrasse. Enge Kurven, steile Strecken, viele LKWs, um so zäher ging es voran.
Langsam wars mir egal, man kann eh nichts machen. Um 10 waren wir dann endlich in Mersing. Raus aus dem Bus, mich hat gleich jemand angesprungen um mir zu „helfen“, wollte mir ein Ticket für die Ferry verkaufen, war auch ok. der Preis war der übliche, 35 RM, aber nicht dass der gute Mann mich dann etwa hingefahren hätte, ich musste einen 10 minütigen Fussmarsch unternehmen, mit all dem Gepäck. Die Ferry ging um 11:30, früher hatten wir immer die um 9 erwischt. Ok. Zeit für einen Kaffee, endlich! Und dann das übliche Getue, ich weiss nicht, warum das immer so kompliziert sein muss, wahrscheinlich um möglichst viele L eute zu beschäftigen. Erst musste ich an einem Schalter meine Quittung in ein anderes Ticket umtauschen, dann musste ich mich in eine Liste eintragen, wie beim Hotel-Check-in, mit Passnummer, Adresse und allem Quark. Wenn das Schiff absäuft wissen sie dann, wer drauf war, so ungefähr. Dann bekam ich zum Ticket noch eine Art Boarding Card, und dann musste ich noch die „Kurtaxe“ bezahlen. 5 RM, für das betreten des Naturschutzgebietes (Marine Park). Ich habs versucht wie der Andy immer, irgendwie drum rum zu kommen, aber – no chance.
Endlich auf dem Boot gings dann doch relativ flott. Leider grauer Himmel, graues Meer, damit hatte ich aber gerechnet. Lange Gesichter bei vielen anderen Passagieren. Kein Foto von den beeindruckenden schroffen Spitzen an der Südküste der Insel, lohnt nicht bei dem Licht. Vielleicht auf der Rückfahrt. Endlich in ABC-Bucht angekommen, ein kurzer Fussmarsch zum YP, und da sass er dann, der Kojek und hat gegrinst! Ich hab „meine“ Hütte wieder, und alles ist einigermassen in Ordnung. Neue Fenster, neuer Duschkopf, ganz neues Moskitonetz, sehr schön. Ich bin als erstes mal zum Mawar zum Essen gegangen, ich hatte tierisch Hunger, hatte ja praktisch 20 Stunden lang nichts mehr gegessen. Fisch Shezuan Stile, lecker wie immer. Ne ganze Menge auch, zum satt werden, aber, im Vergleich zu Penang, „teuer“. Das ist die Krux: Hier ist die Hütte zwar billig aber dafür gibts sonst nichts umsonst. Bis hin zum Klopapier muss man alles kaufen.
Von den ganzen Katzen ist nur noch eine hier, Jack oder Daniel? Ich hatte die beiden Kleinen letztes mal „benamst“, und weil grad irgendwo eine Flasche Jack Daniels rumstand, hiessen sie dann eben Jack und Daniel. Einer mit grünen, einer mit blauen Augen. Letzterer ist noch übrig.
Ein kurzer Spaziergang am Strand, von meiner Feuerstelle ist keine Spur mehr vorhanden, die „Düne“ ist merklich kleiner geworden, etliche Bäume fehlen, der Bach hat kaum Wasser. Nun gut, da weiss ich, was ich die nächsten Wochen mache ;-)
So, und jetzt versuche ich mal, das ins Internet zu bekommen, gestern abend  liess sich das Blog leider nicht öffnen!

Oh ja, es geht! Super!

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Ein Kommentar zu „This is my Island in the Sun…

  1. … schön, dass Du angekommen bist. Das ist nur ein kleines Stück nördlich des Airport, oder?

    Jetzt können die Erd- und Wasserbauarbeiten beginnen. Es ist eben nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu haben.

    Grüße

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