Kino

Ich habe es endlich doch noch geschafft, ins Kino zu gehen!

Ich wache jetzt regelmäßig kurz vor dem Frühstück auf, schlafe jede Nacht besser und schwitze weniger, alles fein! Nach dem ersten Frühstück (Tomatenbrot, Gurkensandwich, Bananenkuchen und wie immer eine ganze Kanne voll Tee) und einer ausgiebigen Dusche bin ich zum Supermarkt im Komtar marschiert und habe Joghurt und Scheiblettenkäse (der einzig erschwingliche Käse) eingekauft. Da bin ich schon ein paarmal drum rumgeschlichen, und habe mich gefragt, ob ich soll oder nicht. Inzwischen hats mich doch zu sehr angelüstet! Das gibt morgen ein prima Käsesandwich zum Frühstück. Unterwegs habe ich mich bei einem Optiker nach Kontaktlinsen erkundigt. Ich werde definitif welche brauchen, denn – unglaublich aber wahr: die Monatslinsen die ich in Erlangen noch gekauft hatte, haben die falsche Stärke! Mein Gott! Wenn man sich Linsen anpassen lässt und die werden bestellt und man holt sie dann ab, guckt man doch eigentlich nicht auf der Packung nach, ob sie die richtige Stärke haben, oder?

Ich habe mir zuhause noch ein leckeres Joghurt mit Orangen gemacht, nochmal geduscht, hab mit Katja und Dragan ewig gequatscht, und bin dann am frühen Nachmittag mit dem Bus zur Gurney Plaza rausgefahren. Das ist eine weitere Shopping Mall ca.10 km ausserhalb des alten Stadtkerns. Dort gibt es im 7. Stock ein Cineplex mit 12 Filmen gleichzeitig. Bus Nr. 101 wie gehabt, die Linie, die auch weiter bis Batu Ferringhi geht und noch ein Stück auf die andere Seite der Insel. 1,40 RM, auch da kann man nicht meckern.

Neben mir sass eine Frau, ich hab dem Busfahrer gesagt, er soll mich an der richtigen Stelle rauslassen, weil ich nicht genau wusste wo, und sie fragt mich: „Gurney Plaza? Where is that?“ Lustige Frage, was soll man darauf antworten, ich musste lachen und habe gemeint „hm, on the way…“ und sie hat natürlich gleich gemerkt, dass ich Deutsche bin, sie war es auch. Wir haben ein bisschen gequatscht, sie wohnt auch hier in der Love Lane, vorne an der Ecke. Jaja, das ist eben auch so schön hier, wo du gehst und stehst, wirst du sofort in Gespräche verwickelt. Ich mag das, das ist so ganz anders als in Deutschland, wo jeder vor sich hin muffelt.

Gurney Plaza: Hat gerade gepasst vom Timing her. Ich war um 15:00 Uhr da, der Film fing um 15:20 an. Das Ticket hat 7 RM gekostet, das ist doch mal ne Sache! Da kann man ruhig öfter ins Kino gehen, wenn was Sehenswertes läuft. Der Film „Eat, Pray, Love“ war fast so gut wie das Buch, sehr anrührend, es wurden einige Tempotaschentücher gezückt. Schön! In der Mall kann man auch schön rumschlendern und man kann auch raus ans Meer, an eine Uferpromenade, aber das Wasser ist hier eben total vedreckt und nicht so schön anzusehen.

Auf dem Rückweg wollte ich eigentlich ein Stück laufen, aber just da haben meine Sandalen ganz den Geist aufgegeben, ich wäre fast über meine eigenen Füsse gestolpert, weil sich plötzlich beide Sohlen fast ganz gelöst hatten. Barfusslaufen in der Stadt ist auch nicht das Wahre, also ab damit, ich hab die Sohlen abgerissen, sie in den Graben geworfen und bin nun plattfüssig auf dem blanken Leder weitergetrottet, klapperdiklapp, da ist noch ein Metallteil drin. Aber nur noch bin zur nächsten Bushaltestelle. Der Fahrer hat mich  reingelassen, obwohl ich nur 1,30 in klein hatte, und die geben bekanntlich nicht raus, man muss das Geld passend haben.

Ich bin in der Chulia Street ausgestiegen und hatte inzwischen mächtig Kohldampf, es war fast 7 Uhr. Sate hatte ich noch nicht, also hab ich geguckt, ob der alte Stand noch da ist. Tatsächlich, die Frau steht noch immer vor dem ehemaligen Dings (Oasis oder so ähnlich, damals vor 11 Jahren the „Waterhole of the Australian Armee“). Aber es war ein etwas sonderbares Gefühl, da auf dem Hocker zu sitzen und zu warten, bis die Stäbchen gegrillt waren, ich war so oft mit Andy da. Leider hat die Qualität auch etwas nachgelassen, aber ok. nun weiss ich es. Letztendlich werde ich zum Essen doch immer wieder beim Inder landen, das ist einfach das beste Preis-Leistungsverhältnis.

Jetzt bin ich genau zwei Wochen hier. So lange war ich noch nie in Penang, und so eine schöne Unterkunft hatte ich noch nie, das letztere bedingt natürlich das erste. Und der Zeitfaktor. Ich MUSS nirgendwo hin, ich habe keine Liste von Sehenswürdigleiten abzuarbeiten, ich bin einfach hier, solange es mir gefällt. Das fühlt sich verdammt gut an!

Ich habe inzwischen eigentlich jeden Tag ein paar Momente, in denen ich mich sehr intensiv glücklich fühle! Das war der Sinn der Sache. Eat Pray Love ist eine Möglichkeit. Mein Motto entspricht im Moment eher dem auf der Penang Website: Eat, Drink and be Merry.

Ich wache morgens auf, freue mich auf das Früstück, gehe alles ganz ruhig und gemächlich an, lasse den Tag auf mich zukommen und sehe, was er Schönes zu bieten hat. Und bisher hatte jeder Tag etwas Besonderes zu bieten. Ich weiss immer noch nicht, ob ich jetzt nach Langkawi oder nach Tioman gehe, und das ist letztendlich auch egal. Irgendwann werde ich es wissen und dann tue ich das.

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