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Loi Krathong

Heute mache ich es mir einfach und übernehme einen Artikel aus Wikipedia:
Loi Krathong (auch: Loy Krathong, Thai ลอยกระทง) ist das Lichterfest, das in Thailand landesweit am Tag des Vollmonds im zwölften Monat des traditionellen thailändischen Lunisolarkalenders gefeiert wird. Es fällt üblicherweise in den November.

Loi bedeutet schwimmen oder schweben, Krathong ist ein kleines Floß, das typischerweise aus einem Teil des Strunks der Bananenstaude gefertigt wird. Neuerdings gibt es auch Flößchen aus Schaumpolystyrol und solche aus Brotteig, die sich nach einer gewissen Zeit umweltfreundlich auflösen und auch noch den Fischen Nahrung bieten. Das so gestaltete Floß wird mit den Bananenblättern, Blumen, Kerzen und Räucherstäbchen geschmückt. Staatliche oder kommunale Büros, Unternehmen, Schulen, Universitäten und andere Organisationen bauen häufig größere und handwerklich sehr aufwändige Krathongs, die oft in Schönheitswettbewerben begutachtet und bewertet werden.

Das Fest stammt vermutlich aus Indien als ein Hindufest als Danksagung an die Gottheit des Ganges mit schwimmenden Laternen gefeiert wird, die das ganze Jahr lebensspendend wirken sollen. Die schwimmenden Flöße haben die Bedeutung, allen Ärger, Groll und alle Verunreinigungen der Seele loszulassen, so dass das Leben neu von einer besseren Warte aus begonnen werden kann. Die Thais machen sich mit Verwandten oder einer größeren Gruppe von Freunden auf, im Sinne eines Volksfestes wird auf den Straßen reichlich gegessen und getrunken. Das Wässern der Flößchen ist auch besonders bei jungen Paaren beliebt, die damit auch ihre Zusammengehörigkeit unterstreichen.

Die Tradition des Loi Krathong begann in Sukhothai und wird heute im ganzen Land gefeiert, wobei die Festlichkeiten in Chiang Mai und Ayutthaya besonders bekannt sind. In Chiang Mai wird das Fest nach der Lanna-Tradition auch Yi Peng (Thai: ประเพณียี่เป็ง) genannt, dann lässt man hunderte kleiner Heißluftballons (Khom Fai – โคมไฟ oder Khom Loi – โคมลอย) in den nächtlichen Himmel steigen.

Seite „Loi Krathong“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 2. September 2014, 08:48 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Loi_Krathong&oldid=133642083 (Abgerufen: 8. November 2014, 06:19 UTC)

Und es war ein wunderschönes Erlebnis, selber so eine Laterne in den Himmel zu schicken. Die steigen unglaublich hoch, bis sie tatsächlich über den Wolken schweben, oder, bei ganz klarem Wetter in den „unendlichen Weiten“ verschwinden. Ich konnte meiner sehr lange bewundernd nachgucken.

Auf dem Weg nach Hause (ich bin recht früh wieder gegeangen, weil der Weg tasächlich immer noch eine einzige Lehmgrube ist) sah ich den Mond über den Bergen aufgehen, ein Bild wie aus dem Märchenbuch. Ich sass dann immer mal wieder auf der Veranda und hab den stetig aufsteigenden Laternen nachgeschaut, manche hatten auch kleine Feuerwerskörper als Schweif, oder diese Sternwerfer, die man in Europa zu Weihnachten sprinkeln lässt.

Die Krönung der magischen Nacht war dann dieses Video, das ich gefunden hab, offenbar grad vom Vortag. Bitte macht euch den Vollbildmodus an dafür:

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Das Internet ist mal wieder weg – die unendliche Geschichte :)
Aber dann nutze ich die Zeit eben, um schon mal einen Text zu schreiben. Es gab heute wieder einen dieser heftigen Gewitterregen, die letzten Tage war es auch extrem heiss und schwül. Schaut euch mal auf der Seite „Lokales Wetter“ die Temperaturschwankungen an,vor allem im Vergleich zu Singapore, dort ist das Klima, welches ich gewohnt bin.

Ich war unten im Dorf als das Donnerwetter losging, und „in Sicherheit“. Hier oben muss es extrem gestürmt haben, hinter meiner Hütte hat es das ganze Reisfeld flachgelegt. Auf der Veranda sind alle Kissen und die Handtücher die draussen hingen, komplett pitschnass, aber innen ist alles trocken geblieben – erstaunlich, wie dicht so ein windiges Blätterdach ist. Nur die übliche kleine Pfütze gleich bei der Tür, sonst hat es nirgends rein geregnet.
Im Dorf hatte ich wieder zwei nette Erlebnisse, diese „Glück im Unglück“ Geschichten. Ich hab mir spontan so eine Kuscheldecke aus Fleece gekauft, denn das Laken, das ich hier habe wird jetzt schon fast zu kühl, während die Steppdecke unglaublich schwer ist – ich nehme an, sie ist mit Kapok gefüllt, das klumpt ja unglaublich, und ebenso all die Kissen die man für draußen hat, die haben ein irres Gewicht. Zwei davon hat es direkt von der Bank auf der Veranda runtergeweht, die wiegen nass bestimmt ein paar Kilo, soviel zum Sturm.
Nachdem ich die Decke, die dann ein Mittelding wäre, was die Wärme angeht, und ein absolutes Leichtgewicht, gekauft hatte, hab ich meinen Geldbeutel in meiner ebenfalls relativ neuen Hilltribes Tasche verstaut, in ein Innenfach, und den Reißverschluss zugemacht. Das war ein Fehler.
Da es unglaublich heiß war, und mir schon der Schweiß von der Stirn getropft ist, wollte ich mir ein Eis kaufen. Im Laden wurde es dann etwas peinlich, weil ich nicht an meinen Geldbeutel rankam. Warum zum Teufel hab ich ihn auch nicht in die Hosentasche gesteckt wie üblich. Ich hab gezogen und gezerrt, gerüttelt und geflucht, der Reißverschluss war nicht einen Millimeter zu bewegen… ich musste das Eis zurück in die Kühltruhe legen… echt peinlich. Ich mag mir gar nicht vorstellen, es wäre ein offenes Eis gewesen.
Die erste Idee war, bei dem Laden vorbeizuschauen, wo ich die Tasche gekauft hatte, und die um Hilfe zu bitten, dass man das Ding wenigstens irgendwie aufbekommt. Der Laden war leider zu. Ich wollte auch nicht unbedingt den Stoff zerreißen. Dann bin ich bei meinem bevorzugten chinesischen Restaurant vorbeigegangen, das eh gleich um die Ecke ist, und dachte, vielleicht haben die irgendein Werkzeug, dass eben nicht gleich alles hin ist, nur der verdammte Reißverschluss irgendwie aufgeht. Gottseidank war die dicke junge Frau da, die mich immer bedient, und ich hab ihr mit Händen und Füßen mein Problem geschildert, sie versteht aber auch relativ viel Englisch. Die ganze Familie ist zusammengelaufen, vom Sehen kennen sie mich ja alle – der besagte „bunte Hund“ ;)
Jeder hat mal probiert, aber da war nichts mehr dran zu rütteln, der Reißverschluss war kaputt. Dann kam das Oberhaupt der Familie an, mit einer Ahle und einer Zange, und es wurde gemeinschaftlich beschlossen, den Zipper ab zu zwicken, und dann den Rest einfach auf zu spreizen. Der Geldbeutel war befreit, ich auch, und ich hab mir erst mal eine Cola gegönnt. Hab mich tausendmal bedankt „Kop-kun-kaa“ usw. immer viele Kaaas hier :) Hab gesagt ich komme später zum Essen, und wollte erst mal den halben Weg wieder zurück laufen, zu dem Laden, wo es das billige Katzenfutter gibt. Aber da hatte sich schon eine schwarze Wolkenwand zusammengebraut im Hintergrund, obwohl es immer noch total heiß und sonnig war.
Die ersten Tropfen sind runtergeklatscht, ich hab mich in das TTK Restaurant geflüchtet, in den überdachten Garten, da war ich eh schon ewig nicht mehr, und hab einen wunderbaren großen Salat bekommen, ich fang jetzt nicht schon wieder  an mit meinem Verständnis, was ein „Griechischer Salat“ ist, er war gut und gut ist es :)
Die nette Chefin hat gleich gefragt, wie’s mir den ginge und was ich mache, und gestöhnt, dass es so heiß ist, und sie sich aufrichtig auf den „Winter“ freut. Die haben da ganz nette Zeitschriften, ich hab mir die neuste Ausgabe von dem Chiang Mai Magazin raus in den Garten geholt, das ist wirklich interessant. Hab nach dem Essen ein paar Artikel gelesen, inzwischen hat es nämlich wirklich gegossen wie aus Eimern! Die Zeitschrift ist auf englisch, versteht sich. Mit dem Thai bin ich noch nicht weiter gekommen als „Danke“ und „macht nichts“ :) Mai Pen Rai.
Letzteres könnte aber im Zweifelsfall auch heißen: „das geht mich nichts an, ist nicht mein Problem, ist mir doch egal“, und hätte mir durchaus erwiedert werden können, hätte ich mich ungehalten beschwert in dem Taschenladen. Das Beste was man machen kann in Asien, ist um Hilfe bitten, und dabei sich selber ein bisschen lächerlich zu machen, etwa in der Form:  „ich bin vielleicht ein bisschen dumm, aber ich hab da ein Problem“, lachend über sich selber… Bloß nicht schimpfen und aufregen. Das wäre absolut unangebracht, unhöflich, und bringt einen nicht weiter, eher im Gegenteil.
Irgendwann dachte ich, der Regen lässt doch etwas nach, und habe gezahlt. Sie hat gemeint: „willst du wirklich da raus?“, und ich hab geschmunzelt: „da ist bestimmt irgendwo ein Regenbogen“. Ich bekam dann einen Schirm ausgeliehen, das ist doch sagenhaft nett! Hab versprochen, in 10 Minuten zurück zu sein, ich wolle bloß zu einem bestimmten Laden.

(wird fortgesetzt)

The Yawning Fields

Ich bin leider immer noch „fußkrank“, oder sagen wir mal, es kommt und geht, ein paar Tage lang war es schon gut, jetzt tut es doch wieder weh. Vielleicht sollte ich mir neue Schuhe kaufen, obwohl ich mit diesen Turnschuhen eigentlich bisher keine Probleme hatte. Also allzuviel von der Gegend konnte ich leider noch nicht erkunden, aber ich hab ja Zeit.

Ich bin nochmal umgezogen, zur Nachbar-Anlage quasi. In „Sabai Garden“ war es zwar auch sehr schön, und die Leute supernett, aber es war doch alles noch ein bisschen „unausgegoren“, Klo ohne Spülung, ok. ein Eimer Wasser tuts auch, Dusche entweder kalt, oder kochend heiss, auch tragbar, ich brauche nicht unbedingt eine warme Dusche, Ratten unterm Dach, ok. solange sie da bleiben, Baulärm und Rasenmähen mit dem Saitenschneider, nicht ok. auf Dauer, zwei heulende kleine Ziegen, die die Mama vermisst haben die ersten Nächte, naja, süß waren sie schon… streundende Hunde auf der Veranda, geht garnicht! Hippieatmosphäre, Musik usw., brauch ich nicht wirklich. Da hab ich wahrlich noch genug von Tioman. Das Ausschlag gebende war aber wieder einmal das miserable Internet, es war fast noch übler wie auf Tioman, falls das überhaupt möglich ist. Trotzdem muss ich sagen, für 200 Baht die Nacht war es sehr nett, man darf nur nicht Internetabhängig sein, was die Kommunikation mit der restlichen Welt angeht.

Bei den Nachbarn war ich schon ein paarmal Essen gewesen, um das Terrain zu erkunden, und das hat mir alles sehr zugesagt. Im Prinzip sind es zwei Anlagen, das etwas noblere „Ing Doi“, und das mehr für Backpacker und Budget-Touristen ausgelegte „Yawning Fields“.  Das Essen ist absolut phantastisch, größtenteils auch noch Bio, die Frau Mink ist eine begnadete Köchin. Da sie mit einem Kalifornier verheiratet ist, spricht sie auch gut englisch, das erleichert vieles.

Die Hütten sind etwas teurer, 350 Baht, aber auch wesentlich schöner und komfortabler! Ich hab die grandioseste Aussicht aller Zeiten! Das Häuschen hat vorne eine Tür mit zwei Flügeln, rechts zwei Fenster, links ein Fenster und noch eine Tür, wenn ich alles aufmache, sitze ich schon wie auf einer Veranda. Und: Das Internet ist der blanke Luxus, ich habe 100% Signalstärke, das gabs nicht mal in Singapore! Glück gehabt! Das kommt daher, dass die Mutter von dem Kalifornier hier nebenan ein hübsches Häuschen bewohnt und sie ihr das extra so eingerichtet haben, und davon profitiere ich. Sehr schön.

kleeEin glücksverheissender Ort, vor allem, wenn man einen Blick auf den Bewuchs unter meiner Seitentür wirft…
Mal genau hingucken :)
Oxalis irgendwas, ich google mir die Finger wund und finde die Art nicht.
Vielleicht weiss es einer von euch?